Infoleiste
Großer Erfolg bei der Veranstaltung "Jugend trifft Polizei"
"Nicht zuhören ist scheiße, miteinander reden ist gut."
Die JIG / Junge Integrierte Generation rund um Bilal Bodabouz veranstaltete am 4. Februar im
städtischen Jugendzentrum (Juze) eine Diskussionsrunde "Jugend trifft Polizei".
Die Veranstaltung richtete sich an alle Jugendlichen aus Meckenheim. Und diese kamen zahlreich: Insgesamt wurden über 80 junge Leute im dicht besetzten Auditorium des Juze gezählt. Auch viele Vertreter von Jugendorganisationen und der Schulleiter der Geschwister-Scholl-Hauptschule, Peter Hauck folgten einer abwechslungsreichen und sehr informativen Diskussionsrunde.
Die direkten Ansprechpartner und Fachleute konnten seitens JIG für die Veranstaltung gewonnen werden:
Florian Kaupe- Staatsanwalt, Johannes Winckler- Erster Beigeordneter der Stadt Meckenheim, Manfred Cardinier- Leiter der Polizeiwache Meckenheim, Hermann Sirch- Bezirksbeamter, Jörg Lewe- Jugendkoordinator der städtischen Jugendhilfe, Martin Biehl vom Fachbereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung und zwei Mitarbeiter des Ordnungsaußendienstes, Jörg Begerow und Winfried Holzem standen Rede und Antwort auf viele interessante Fragen von den Jugendlichen.
Seitens der Polizei konnte immer wieder betont werden, dass man sehr froh sei, mit den Jugendlichen wieder ins Gespräch zu kommen. In Meckenheim sei es auch seit Juni 2009 wieder viel ruhiger geworden. 
Jörg Lewe zeichnete die Hilfsmöglichkeiten durch das Jugendamt der Stadt auf. Das Jugendamt untersütze jugendliche "Straftäter" im Rahmen der Jugendgerichtshilfe, begleite diese bei Gerichtsverhandlungen und biete weitere Untersützung an, soweit sie notwendig sei.
An den Staatsanwalt gingen Fragen in Richtung "generelle Aufgaben" der Staatsanwaltschaft. Dazu berichtete Kaupe kurz über seine Tätigkeit und erklärte, welche Voraussetzungen notwendig seien, um einen Jugendlichen in U-Haft zu bringen. Weiterhin erläuterte er den erzieherischen Gedanken des Jugendstrafrechts, das weniger Repressionen vorsieht als das Erwachsenenstrafrecht.
Im Verlauf der Diskussion kam von den Jugendlichen der Vorschlag mehr miteinander zu kommunizieren und sich doch mal beim Sport zu treffen; vereinbart wurde, dass die Polizei und die Jugendlichen sich zu einem Fußballspiel treffen werden.
Aufgeworfen wurde auch die Frage, wie die Stadt das Thema Integration der "Ausländer" angeht. Jörg Lewe entgegnete dazu, dass es nicht um die Integration der Ausländer ginge, sondern um ein gegenseitiges aufeinander zugehen. Das Wort Integration werde oft zu einseitig betrachtet. Die Stadt Meckenheim hat mit der Einrichtung eines Integationsbeauftragten in persona von Christian van Engelshoven sich klar zu d
ieser Aufgabe bekannt. Van Engelshoven war auch zugegen und wurde den Jugendlichen kurz vorgestellt.
Insgesamt konnte JIG ein sehr positives Resümee ziehen.
Über zwei Stunden intensive Diskussionen. Viele Antworten auf Fragen, die die jungen Leute bewegen. Ängste um jüngere Geschwister, die auf die schiefe Bahn geraten könnten. Aber auch Vorurteile gegen die Gäste des Juzes, die an diesem Abend ausgeräumt werden konnten.
Die Stadt Meckenheim selbst hat sich gerade im Bereich Jugendhilfe personell und konzeptionell neu aufgestellt. Die Umbauarbeiten im Juze laufen und auch der Ordnungsaußendienst wurde verstärkt.