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Bewerbungstipps für Schüler

10 Tipps für Lehrstellenbewerber

1. Informationen sammeln
Es gibt unzählige Informationen über die 342 Ausbildungsberufe und ihre Anforderungen. Zumindest ein paar davon sollten sich Jugendliche beschaffen, bevor sie sich für einen Beruf entscheiden. Auch auf den vielen Ausbildungsmessen (z.B. Berufs-Info-Tag BIT Meckenheim) kann man sich über das Berufsbild informieren. Ebenso wichtig: Informationen über die Branche bzw. den Ausbildungsbetrieb einholen. Nichts ist peinlicher, als im Bewerbungsgespräch Fragen zum zukünftigen Ausbildungsbetrieb nicht beantworten zu können.

2. Eigene Stärken kennen
Die meisten Jugendlichen drängeln sich um dieselben zehn Wunschberufe. Und lassen - teils sehr ähnliche spannende Berufe - einfach links liegen. Das wichtigste Kriterium sollte sein, dass der Ausbildungsberuf zu den eigenen Stärken und Schwächen passt. Ohne gute mathematische Vorkenntnisse macht eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen keinen Sinn. Wer zwei linke Hände hat, sollte seinen Berufswunsch als Stuckateur oder Tischler nochmals überdenken. Doch auch die persönlichen Vorlieben und Abneigungen sollten berücksichtigt werden: Ein Morgenmuffel würde langfristig als Bäcker Probleme bekommen und ein Hotelfachmann muss mit Arbeitszeiten am Wochenende rechnen.

3. Beste Vorbereitung: Praktikum
Die Pflichtpraktika waren nicht so doll? Als Konsequenz stürzen sich Azubis dann oft in eine Ausbildung, etwa im Büro, ohne jemals in den künftigen Beruf hineingeschnuppert zu haben. Ganz schön gewagt, wenn man bedenkt, dass man diesen Job eigentlich dann den Rest seines Lebens ausüben soll. Ein Praktikum ist keine verlorene Zeit, eine abgebrochene Ausbildung dagegen schon. Unternehmen bilden außerdem gerne ehemalige Praktikanten aus, die sie bereits gut kennen. Unternehmen in Meckenheim, die Praktika anbieten, findet man übersichtlich in der Praktikums- und Ausbildungsplatzbörse.

4. Selbst entscheiden
Tante Renate findet, dass eine Ausbildung zur Bürokauffrau was Solides sei: "Büros gibt"s immer, da findet man immer was", meint sie. Niemand will Tante Renates Meinung antasten, aber die Berufswahl ist eine weitreichende Entscheidung. Jugendliche sollten sich selbst Gedanken machen. Und diese wichtige Entscheidung nicht den Eltern, Verwandten, Freunden oder Beratern überlassen.

5. Für Einwände zugänglich sein
Jugendliche sollten zwar selbst entscheiden, aber sie sollten natürlich offen für kundige Einwände sein. Es hilft nichts, sich Illusionen hinzugeben: Kfz-Mechaniker und Friseusen gibt es wie Sand am Meer. Mit einer Ausbildung zum Chemikanten oder Mechatroniker hat man schon ein sehr viel geringeres Konkurrenzumfeld.

6. Nicht lange herumeiern
Einfach ist die Berufswahl nicht. Aber man sollte sie sich auch nicht unnötig erschweren. Sonst verstreichen gute Gelegenheiten. Und natürlich Zeit. Denn idealerweise bewirbt man sich schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn für die Wunschstelle. Ist das noch vor dem Ende der Schulausbildung, können die letzten beiden Zeugnisse nachgereicht werden. Ein Hinweis darauf sollte allerdings der Bewerbungsmappe beiliegen. Meist teilen die Firmen schon in den Ausschreibung mit, welche Unterlagen vom Bewerber benötigt werden.

7. Ämter und Einrichtungen nutzen
Bei den Arbeitsagenturen, den Industrie- und Handels-, Handwerks-, Landwirtschafts- und sonstigen Kammern gibt es nützliche Informations- und Beratungsangebote. Jugendliche sollten sie nutzen. Auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit kann sogar gezielt nach freien Ausbildungsplätzen gesucht werden. Ausbildungsstellen in Meckenheim findet man übersichtlich in der Praktikums- und Ausbildungsplatzbörse.

8. Lebenslanges Lernen
Eine gewisse Schulmüdigkeit ist verständlich. Aber mit oder ohne Ausbildung kommt man ums Weiterlernen nicht herum. Es sei denn, man will lebenslänglich jobben. Deshalb sollte auch die Berufsschule als Chance und nicht als Spaßbremse gesehen werden.

9. Nicht nur Wissen zählt
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Wissen und Können ausreichend sind. Doch auch noch so tolle Schulnoten bringen nichts, wenn Jugendliche sozial unfähig sind. Es hilft, seinem Gegenüber in die Augen schauen und in vollständigen Sätzen sprechen zu können. Auch die Bereitschaft, Konflikte nicht gleich mit Gewalt, sondern verbal auszutragen, ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit im Team - und für den Auftritt den Kunden gegenüber.

10. Bewerbung ernst nehmen
Es macht sinn vor der schriftlichen Bewerbung telefonisch Kontakt aufzunehmen und nachzufragen, wie man bei der Bewerbung vorgehen soll. Das zeigt Initiative und man hinterlässt schon einen ersten Eindruck. Aber aufpassen: auch das Telefonat will gut vorbereitet sein. Beim Erstellen der Bewerbung, sollte man versuchen sich in die Situation des Personal- oder Ausbildungsleiters zu versetzen. Das Bewerbungsschreiben ist für ihn der erste Kontakt mit dem Bewerber. Er möchte wissen, wer er ist und wie er ist. Aufgrund dieser Infos wird er entscheiden, ob er jemanden kennenlernen möchte und ob er für eine Lehrstelle in Frage kommt.